Xiaohongshu (小红书, oft „Little Red Book” oder „RedNote” genannt) ist Chinas größte Lifestyle-Plattform. Für viele deutsche Creator ist sie ein blinder Fleck – dabei sitzt dort genau das Publikum, das sich für europäischen Alltag, Mode und Essen interessiert. Die ehrliche Frage ist: Lohnt sich der Aufwand für dich?
Wer auf Xiaohongshu ist
Das Publikum ist überwiegend jung, weiblich und aus den chinesischen Großstädten. Es sucht nicht nach lauter Werbung, sondern nach echten Einblicken: Wie sieht ein Wochenende in Berlin aus? Was isst man in Deutschland zum Frühstück? Wie kombiniert man europäische Mode? Genau diese Kaufkraft und dieses Interesse an westlichem Lifestyle machen die Plattform für Creator interessant.
Für wen es sich lohnt
Xiaohongshu funktioniert am besten für visuellen Lifestyle-Content: Alltag, Wohnen, Mode, Food, Reisen, Fitness, Beauty. Wenn dein Content ohne viele Worte auskommt und optisch trägt, hast du gute Karten. Creator wie Pamela Reif haben dort bereits ein großes Publikum aufgebaut.
Weniger gut funktionieren stark sprachgetriebene Formate – reine Wort-Comedy, Talk oder Formate, die komplett von deutschem Text leben. Nicht, weil das schlechter wäre, sondern weil die Übersetzung den Kern verliert.
Was ehrlich dazugehört
- Es dauert. Rechne mit mehreren Monaten Aufbau, bevor Monetarisierung ein Thema wird. Wer dir sofortige Reichweite verspricht, kennt die Plattform nicht.
- Der Einstieg hat Tücken. Verifizierung, Auszahlung nach Deutschland und die Frage der Account-Identität sind die drei Stellen, an denen es fast immer hakt. Dazu haben wir eigene Beiträge geschrieben: Xiaohongshu verifizieren und Auszahlung nach Deutschland.
- Manches geht (noch) nicht. Ohne chinesische ID sind Livestream-Verkauf und ein eigener Shop derzeit nicht möglich. Markendeals, Reichweitenaufbau und Kooperationen laufen dagegen normal.
Das Fazit
Wenn dein Content visuell ist, du bereit bist, ein paar Monate aufzubauen, und du deinen Kanal sauber auf deinen eigenen Namen führen willst, dann lohnt sich Xiaohongshu für dich sehr wahrscheinlich. Wenn dein Format stark von deutscher Sprache lebt, solltest du vorher genau hinschauen.
Wir sagen dir im kostenlosen Erstgespräch ehrlich, ob China für deinen Content passt – auch, wenn die Antwort „eher nicht” ist. Und wenn du erst mal für dich selbst prüfen willst, hilft dir unsere kostenlose Checkliste.